Love at first sight

Liebe auf den ersten Blick, “wahre” Liebe und die Arbeit, die damit verbunden ist.

Ein Blick genügt und plötzlich hast du ein flaues Gefühl im Magen, das Herz beginnt zu rasen, Hitze steigt auf, die Knie werden weich. Fühlt sich fast an, wie die Nervosität vor einer Prüfung – oder eigentlich genau SO.
Wenn dir das bei der ersten Begegnung mit einem Menschen schon einmal passiert ist, hast du wahrscheinlich von “Liebe auf den ersten Blick” gesprochen.

Auf der ganzen Welt träumen Menschen von diesen “schicksalhaften Begegnungen”, die einen mitten ins Herz treffen.
Wie wir heute wissen, startet dieser ganze Wahnsinn nicht im Herzen, sondern im Gehirn. Das wird durch visuelle Reize sehr stark stimuliert, löst einen biochemischen Prozess aus, naja und dann beginnt auch schon die Achterbahnfahrt und du befindest dich mitten drin.

Nun stellt sich jedoch die Frage: Ist Liebe auf den ersten Blick wirklich Liebe?
Für mich ist es wohl viel mehr körperliche Anziehung, als dass es irgendetwas mit Liebe zu tun haben könnte.
Allgemein sehe ich Liebe als eine Art “Pflanze”, die erst wachsen und gedeihen muss. Die ununterbrochen Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht, um immer größer und kräftiger zu werden.

Das Ganze läuft also (im Idealfall) so ab:
Zuerst die körperliche Anziehung.
Du siehst jemanden, findest ihn sympathisch, lernst die Person kennen.
Dann folgt das “Verliebtsein”.
Die Anziehung wird stärker.
Ihr lernt euch besser kennen, kommt euch auf körperlicher und mentaler Ebene näher.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch die bekannte “rosarote Brille”. Du hüllst dein Gegenüber sozusagen in eine Art “Blase der Perfektion”. Das alles ist zu schön, um wahr zu sein, du fühlst dich wie berauscht. Voller Neugier wird der andere erforscht, um immer mehr neues zu erfahren.
Je länger und besser du dein Gegenüber dann kennst, desto klarer siehst du.
Ab da wird es interessant.
Denn die Frage, dich sich dann stellt, ist: “Wie viel bist du bereit zu investieren und kannst du den anderen mit all seinen Stärken und Schwächen akzeptieren?”
Falls sich herausstellen sollte, dass es da doch zu viele Differenzen oder zu unterschiedliche Vorstellungen gibt, folgt dem Verliebtsein wohl einfach nichts oder vielleicht Freundschaft, sofern das für beide möglich ist. Doch, wenn das Gegenteil eintrifft, dann beginnt die gemeinsame “Reise”.

Eine Beziehung, egal ob Freundschaft oder Liebe, ist immer mit Arbeit verbunden. Wer aufhört zu arbeiten, hat, meiner Meinung nach, schon verloren.
Das Wort “Arbeit” an sich, hat immer einen leicht bitteren Nachgeschmack, doch für mich ist das eigentlich ganz logisch: Wer an sich arbeitet, also mit sich selbst vertraut und im Reinen ist, der ist auch bereit für eine Beziehung und kann mit dem Partner/der Partnerin gemeinsam arbeiten.
Ich sehe das also als etwas sehr positives.
So kann man sich gemeinsam etwas aufbauen (ich spreche da jetzt weniger von materiellen Dingen), teilt viele gemeinsame Momente und Erfahrungen, Geborgenheit, Vertrauen, Intimität und irgendwann wird dann aus Verliebheit Liebe.

Wie stehtst du dazu?


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